FANDOM


Disambig

Dieser Artikel behandelt Das Geheimnis der Moorleiche als Hörspiel. Für die gleichnamige Buchvorlage, siehe Das Geheimnis der Moorleiche (Buch).


Das Geheimnis der Moorleiche ist ein TKKG-Hörspiel nach dem von Veronika Hampl unter dem Pseudonym Stefan Wolf verfassten gleichnamigen Buch, das bei Europa / Sony BMG als Kassette und CD veröffentlicht wurde.

KlappentextBearbeiten

Fast niemand kennt den kleinen See am alten Torfmoor, zu dem die vier Freunde von TKKG an diesem sonnigen Nachmittag einen Ausflug machen. Als Oskar plötzlich verschwindet und die Freunde ihn suchen, machen sie eine unglaubliche Entdeckung: vor ihnen liegt eine geöffnete Grabstätte mit einem mumifizierten Skelett – eine Moorleiche! Handelt es sich bei dem Skelett um einen 3000 Jahre alten Germanen, oder wurde hier erst kürzlich ein Mord begangen? Als ein merkwürdiger Archäologe bei Kommissar Glockner auftaucht und die Leiche unbedingt untersuchen will, werden die Freunde hellhörig, und stellen eigene Nachforschungen an, die dem Fall eine überraschende Wendung geben...

TracklistBearbeiten

  1. Grausiger Fund
  2. Moorleiche oder Mumie
  3. Seltsame Zeichen
  4. Der Mann vom Phantombild
  5. Geheimnisvoller Schlüssel
  6. Nicht verzagen - Nachbarn fragen
  7. Germanische Runen
  8. Aufgeschlitzte Polster
  9. Poststraße 14
  10. Die Brüder

InhaltBearbeiten

TKKG baden an einem kaum bekannten, kleinen See am Rand eines trockengelegten Torfmoors. Dabei erzählt Karl seinen Freunden von einem rassistisch motivierten Überfall auf den Vater des indischen Mitschülers Gurinder, der deswegen im Krankenhaus liegt. Als Oskar plötzlich davonläuft und die vier dem Cockerspaniel nacheilen, überraschen sie einen Unbekannten, der in einer ausgehobenen Grube steht und vor ihnen die Flucht ergreift. In der Grube entdecken sie eine Moorleiche und informieren unverzüglich die Polizei von ihrem grausigen Fund. Zu den Beamten, die das mumifizierte Skelett bergen und den Fundort absperren, gehört auch Gabys Vater, Kommissar Glockner. Dieser ist sehr an einer Beschreibung des Unbekannten interessiert, der den Toten ausgegraben hat. Von einer Reporterin befragt gibt er die Erklärung ab, dass völlig offen sei, ob es sich um eine historische Moorleiche oder ein neuzeitliches Mordopfer handle.

Am folgenden Tag soll Tim im Polizeipräsidium bei der Anfertigung eines Phantombilds des unbekannten Grabräubers helfen, wozu ihn seine drei Freunde ins Präsidium begleiten. In der Eingangshalle des Präsidiums werden sie im Anschluss daran Zeuge, wie ein merkwürdiger Archäologe – Professor Graber – vehement verlangt, die in der Gerichtsmedizin liegende Moorleiche unverzüglich zu untersuchen. Als dieser, nachdem sein Ansinnen abgelehnt wurde, ausrastet und rabiat wird, lässt Kommissar Glockner ihn über Nacht in eine Zelle stecken, wo er sich beruhigen soll. Nach diesem Vorfall fahren die TKKG-Freunde erneut zum Badesee, wo sie jedoch auf eine Gruppe älterer Jugendlicher mit Motorrädern treffen, die sie anpöbeln und Tim als (vermeindlichen) Ausländer als schwarzen Wischmopp titulieren. Da die Rowdies mit ihrem Anführer Jacky abziehen, kommt es zu keiner tätlichen Auseinandersetzung, aber Karl fallen die "Pfeilsymbole" auf den Kapuzenshirts der Gruppe auf. Er hält es für möglich, dass sie etwas mit dem Überfall auf den Vater ihres Klassenkameraden zu tun haben und will der Sache nachgehen.

Nachdem der verdächtige Archäologe, dessen angebliche Identität von einem Archäologischen Institut bestätigt wurde, am folgenden Morgen aus dem Polizeigewahrsam entlassen wurde und sich für seine "Unbeherrschtheit" entschuldigt hat, verfolgen TKKG ihn ins trockengelegte Moor. Dort beobachten sie ihn, wie er die leere Grube, in der die Moorleiche gelegen hat, untersucht. Anschließend verlieren sie ihn aus den Augen. Zudem ist die Moorleiche von Einbrechern aus der Gerichtsmedizin entwendet worden, ehe sie obduziert werden konnte. Zuvor hatten die Mitarbeiter dort allerdings an der Leiche einen Schlüssel entdeckt, der beweist, dass der Tote maximal 30 Jahre im Moor gelegen haben kann. Kommissar Glockner vertraut den vieren von TKKG an, dass nur ein einziger Vermisstenfall zeitlich zu der Moorleiche passt, man jedoch bevor die Identität zweifelsfrei feststünde, der Familie des vermutlichen Toten keine Schreckensbotschaft überbringen könnte. TKKG ermitteln nun auf eigene Faust deren damalige Wohnadresse und finden dort ein verfallenes, seit Jahren leerstehendes Haus vor. Durch eine Befragung der Nachbarin erfahren sie, dass die Eltern des damals im Alter von 18 Jahren verschwundenen jungen Mannes seit zwei Jahren tot sind und es damals noch einen Bruder gegeben hat, der weggezogen ist und sich nicht um sein Elternhaus kümmert, das immer mehr verkommt. Sie beschließen, sich nachts heimlich Zugang zu dem Haus zu verschaffen und nach Hinweisen auf das zu suchen, was da vor 30 Jahren geschehen ist. Karl berichtet seinen Freunden außerdem, dass er die "Pfeile" auf den Shirts der Rowdies vom Badesee als Runen identifiziert hat und er deshalb glaubt, sie hätten es bei diesen mit Neonazis zu tun, die einer Art Germanenkult frönen. Er entdeckt einen von diesen in einer U-Bahnstation, und trennt sich von seinen Freunden, um ihn im Alleingang zu verfolgen. Im leerstehenden Elternhaus des damals Verschwundenen finden Tim, Gaby und Klößchen eine verwüstete Einrichtung, die darauf hindeutet, dass sie nicht die ersten Einbrecher sind und einen verschlossenen Safe. Im Keller entdecken sie den echten Professor Graber, der dort eingesperrt worden war. – Der Unbekannte, der die Moorleiche ausgegraben hatte, hatte ihn überwältigt, eingesperrt und sich dann gekonnt verkleidet, um bei der Polizei als angeblicher Archäologe die Herausgabe der Moorleiche zu fordern. Sie bringen den Befreiten zur Polizei und Kommissar Glockner meint, dass er ihnen wegen des Alleingangs und des Einbruchs eigentlich eine Standpauke halten sollte, dies aber wegen der Befreiung des Entführten unterlässt. Tim, Gaby und Klößchen sollen – ob der fortgeschrittenen Stunde – schleunigst nach Hause respektive ins Internat fahren. Stattdessen nimmt Gaby jedoch den bei der Moorleiche gefundenen Schlüssel vom Schreibtisch ihres Vaters, von dem sie glaubt, dass er auf den Tresor im leerstehenden Haus passen würde und dieser die Lösung der rätselhaften Vorgänge (sowohl vor 30 Jahren, als auch der aktuellen Ereignisse) enthielte. Auf dem erneuten Weg zu dem Haus erhält Tim einen Handy-Anruf von Karl, der die Runenfans in die Poststraße 14 verfolgt hat. Tim schickt Klößchen zu Karls Unterstützung dort hin, während er selbst mit Gaby zum zweiten Mal in das leerstehende Haus einsteigt. Die beiden öffnen den Tresor, finden ihn leer vor und werden von dem Mann überrascht, den sie im alten Torfmoor getroffen hatten und der für die Entführung des echten Professors verantwortlich war. Ehe es für sie jedoch gefährlich werden kann, erscheinen Kommissar Glockner und seine Kollegen auf der Bildfläche und verhaften den Mann, da der Kommissar den Diebstahl des Beweismittels von seinem Schreibtisch bemerkt hatte und sich denken konnte, was TKKG vorhatten. Tim und Gaby müssen mit aufs Präsidium, wo der Verhaftete - Frank Schustmann - erzählt, was sich vor 30 Jahren wirklich zugetragen hat: Der Tote ist sein Bruder Michael, dessen Tod war ein Unfall, zu dem es gekommen war, nachdem die beiden Brüder ihre Eltern bei der Unterschlagung von Geld, das sie eigentlich in betreffendem Safe treuhänderisch hätten verwahren müssen, ertappt hatten. Der (wie die beiden geglaubt hatten einzige) Schlüssel für den Safe war zusammen mit dem verunglückten Bruder damals im Moor versunken und der Überlebende hatte erst jetzt, 30 Jahre später, versucht, an das restliche, geerbte Vermögen heranzukommen. Offenbar hatten die inzwischen verstorbenen Eltern der beiden in Wahrheit jedoch einen Zweitschlüssel gehabt und das restliche Geld vor ihrem Tode restlos verbraucht. – Der Versuch, durch Ausgraben des Toten an den Schlüssel zu kommen, die Entführung des echten Professor Graber und die anschließende Maskerade waren also vollkommen sinnlos gewesen. Aber eine Frage ist ungeklärt: Wer hat die Moorleiche aus der Gerichtsmedizin entwendet?

An diesem Punkt tauchen Karl und Klößchen im Präsidium auf, die eine sensationelle Meldung haben. Sie haben das mumifizierte Skelett bei den germanenverehrenden Neo-Nazis in der Poststraße 14 entdeckt, die den Toten für einen "Germanenkönig" halten. Die Polizei und TKKG fahren mit einer Reihe von Streifenwagen dorthin und erleben mit, wie einer der Runenfans eine Art Rede hält. Als die Polizei die Gruppe wegen des Leichenraubs und des Einbruchs in die Gerichtsmedizin verhaftet, kann Karl außerdem beweisen, dass die Schläger auch für den Überfall auf den Vater des indischen Mitschülers verantwortlich waren. Einer von ihnen hatte diesem nämlich bei dem Angriff einen goldenen Armreif geraubt und ihn – während Karl ihn beobachtete – der Moorleiche angelegt, damit diese "königlicher aussehen" sollte.

Michael Schustmann - die Moorleiche - wurde wenig später auf einem Friedhof der TKKG-Stadt ordentlich beigesetzt und der überlebende Bruder kam mit einer Bewährungsstrafe für die Freiheitsberaubung an dem echten Professor Graber glimpflich davon.

CharaktereBearbeiten

Auftretende CharaktereBearbeiten

Peter „Tim“ CarstenKarl ViersteinWilli Sauerlich (Klößchen)Gaby GlocknerEmil GlocknerOskarEttelAdamFritzProfessor GraberJacky • Journalistin • Kevin • Nachbarin • Frank Schustmann

Erwähnte CharaktereBearbeiten

GurinderGurinders VaterMichael Schustmann

ThemenBearbeiten

Rassismus • Einbruch • Freiheitsberaubung • Diebstahl

Andere AusgabenBearbeiten

Auch in "TKKG Krimi-Box 5" enthalten (zusammen mit Folge 154 und Folge 167).

WeblinksBearbeiten